Was kostet eine Immobilienbewertung?

Früher richtete sich die Honorierung von Sachverständigen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Diese gilt nun nicht mehr für Bewertungssachverständige. Es gibt in Anlehnung daran nun Honorarrichtlinien von Sachverständigenverbänden, z.B. vom B.V.S..

Grundsätzlich ist das Honorar des Immobilienbewerters jedoch frei vereinbar. Möglich ist es, die Leistungen auf Stundenbasis zu vergüten. Möglich ist auch eine Vereinbarung einer Gutachtenerstellung zum Festpreis / Pauschalpreis. Bei öffentlichen Wertermittlungsaufträgen ist nach Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) abzurechnen.

Daher ist dem privaten Auftraggeber zu empfehlen, ein oder mehrere Angebote von Immobiliengutachtern einzuholen und dann einen schriftlichen Gutachtenvertrag mit Angabe zum Honorar und den Nebenkosten zu schließen.

Mein Tipp: Achten Sie auf die Vereinbarungen zur Höhe der Nebenkosten. Das sind z.B. Kosten für die Einholung von Unterlagen und Auskünften (Grundbuchauszug, Flurkartenauszug und weitere), Fahrtkosten und andere. Hier sollte transparent und korrekt, jeweils nach vorliegenden Rechnungen und Gebührenbescheiden, abgerechnet werden und keine pauschalen Aufschläge vereinbart sein.

Noch ein Tipp: Trauen Sie keinen kostenlosen Immobilienbewertungen, dazu weiter unten mehr.