Wie ist der Immobilienmarkt in Leipzig und Halle (Saale) einzuschätzen?

Die Großstädte Leipzig und Halle (Saale) wachsen seit Jahren stetig. So hat Leipzig alleine in den vergangenen 10 Jahren über 120.000 Einwohner hinzugewonnen und geht inzwischen mit großen Schritten auf die 600.000 Einwohner zu. Halle (Saale) verzeichnet nunmehr rund 250.000 Einwohner.

Das starke Wachstum der Einwohneranzahl hat maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung auf den Immobilienmärkte der Metropolregion Leipzig-Halle. Während noch bis vor wenigen Jahren viele auch neu sanierte Wohnungen leer standen und sogenannte Mietermärkte vorherrschten, dreht sich nun die Situation. Zwar sind die Mieten im Vergleich zu westdeutschen Großstädten, insbesondere den wirtschaftsstarken Regionen wie z.B. Rhein-Main, München oder Hamburg noch sehr moderat. Inzwischen gibt es aber nicht mehr viel Leerstand und in den guten und besseren Lagen ist kein Leerstand mehr zu verzeichnen.

Entsprechend steigen auch die Kaufpreise für Wohnungseigentum und Renditeobjekte. Während vor rund 10 Jahren Mehrfamilienhäuser in guten Lagen noch teils für das 10-fache zu haben waren, steigen die Preise nun teils auf das 15-fache der Jahresnettomieteinnahme und höher.

Dennoch ist der Markt hier noch nicht überhitzt, die Kaufpreise sind auch hier im Vergleich zu guten Lagen in Westdeutschland vergleichsweise moderat.

Inzwischen wird daher auch verstärkt auf Wohnimmobilien in der Region ausgewichen. Die Randlagen der Städte fangen nun an, von diesem Wachstum zu profitieren.

Schwierig ist die Lage jedoch nach wie vor in den ländlichen Bereichen Sachsens und Sachsen-Anhalts. Hier ist nach wie vor eine Abwanderung festzustellen, insbesondere in kleinen Städten und Gemeinden, und vor allem bei jüngeren Menschen. Viele ländliche Regionen überaltern, es ist viel Leerstand zu verzeichnen. Jüngere Menschen wandern weiter nach Westdeutschland ab oder gehen in die boomenden Städte Ostdeutschlands wie Leipzig, Halle (Saale), Erfurt oder Jena.